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Januar 2008 / Sistierung des Projekts Am 31. Januar 2008 wurde der ausserordentlichen Gemeindeversammlung ein Antrag betreffend Umgestaltung der Neuen Dorfstrasse, Abschnitt Drogerie Wehrli bis Haus Zürcher Kantonalbank, unterbreitet. Die Versammlung wurde um Bewilligung eines Baukredites in der Höhe von Fr. 1'738'000.-- ersucht. Die Vorlage wurde auf Antrag eines Stimmberechtigten an die Behörde zurückgewiesen. Bereits im Vorfeld der Versammlung waren in der Öffentlichkeit, insbesondere in Gewerbekreisen, Befürchtungen geäussert worden, das etappierte Projekt würde die Neue Dorfstrasse zu einer "Dauerbaustelle" machen. Dies führte zu einer Sistierung des Projekts. Der Zeitpunkt der erneuten Inangriffnahme ist noch nicht bestimmt. September 2007 / Trennung Dorfplatz - Neue Dorfstrasse An der gemeinderätlichen Klausur wurde im September 2007 beschlossen, die Vorlagen betreffend Bau eines Dorfplatzes und Neugestaltung der Neuen Dorfstrasse voneinander zu trennen und den Stimmberechtigten im Rahmen einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung zu unterbreiten. November 2006 / Workshop Im Juni 2006 wurde die Firma Enz & Partner, Zürich, beauftragt, einen Vorschlag betreffend die Verkehrs- und Strassenraumgestaltung an der Neuen Dorfstrasse auszuarbeiten. Ein aus fünf Losen bestehender, etappierbarer Vorschlag wurde dem Gemeinderat anlässlich der Klausur vom September 2006 präsentiert. Die Bevölkerung erhielt die Gelegenheit, sich im November 2006 im Rahmen eines Workshops zur Vorgehensskizze zu äussern. Das Feedback war mehrheitlich positiv. September 2005 / Strassenraumgestaltung wird initialisiert Nach der Zustimmung der Gemeindeversammlung zum Gestaltungsplan "Dorfzentrum" am 9. Dezember 2004 beschliesst der Gemeinderat an der Klausur 2005, die Planung bezüglich der "Problemachse Neue Dorfstrasse" intensiver weiterzuverfolgen. Januar 2002 / Planungswerkstatt "Neue Dorfstrasse" - Achse oder Zentrum? Der Gemeinderat hat in der Planung der Ortsbildverbesserung einen weiteren Schritt vollzogen und zwar wiederum unter Einbezug der Bevölkerung. So beginnt das offene Diskussionsforum zu Planungsfragen allmählich zur etablierten Institution zu werden. Das Interesse der 51 Mitbürger, die sich am Samstagnachmittag, 12 Januar 2002, im Schwerzisaal zusammenfanden, war jedenfalls sehr gross, wie Thomas Meyer, Gemeindepräsident und Vorsitzender des Planungsausschusses, in seiner Begrüssung erfreut feststellte. Generell geht es bei dieser behördlichen Initiative um die Verbesserung der Lebensqualität im Dorf. In welche Richtung muss das Langnauer Dorfzentrum entwickelt werden, damit es vermehrt zum Aufenthalt, zur Begegnung und zum Einkaufen einlädt? Welche gestalterischen und technischen Voraussetzungen muss eine Zentrumsplanung erfüllen, um den Ansprüchen der Bevölkerung gerecht zu werden? Welche der Projektstudien, die Studierende der Hochschule für Technik und Architektur Luzern, in drei Gruppen erarbeitet haben, beinhalten das beste Weiterentwicklungspotenzial? Und: Soll die Neue Dorfstrasse so wie heute bleiben oder neu gestaltet werden? Wie Stefan Macciachini, Architekt im Langnauer "Institut für ganzheitliche Gestaltung Zürich IGGZ", erläuterte, hat der Planungsausschuss entschieden, im Moment nicht alle drei Projektstudien zur Diskussion zu stellen. Die beiden gegensätzlichen Gestaltungsprinzipien "Zentrum" und "Achse", die sich auf die Verteilung der Läden im Dorfzentrum beziehen, werden in den Projektstudien "Cinque terre" und "Lebensader" speziell gut verdeutlicht. Dass die an diesem Tag zu erarbeitenden Wunscheigenschaften an eine neue Zentrumsplanung an Schranken im Planungs und Baugesetz wie auch im Strassengesetz, die wirtschaftlichen Randbedingungen (bestehende Betriebe, Grundeigentum) und die topografischen Gegebenheiten gebunden sind, versteht sich von selbst. Wichtig ist an dieser Stelle der Hinweis von Thomas Meyer, dass der auf dem Areal Grossmann in Gattikon geplante JumboMarkt, falls er überhaupt kommt, nicht zwingend Einfluss auf die Verkehrströme in Langnau am Albis hat. Vorab in den zu bildenden Arbeitsgruppen und hernach in der Diskussion im Plenum konnten die Mitwirkenden ihre Ideen einbringen. Die Behördenmitglieder - der Gemeinderat war mit einer Ausnahme vollzählig anwesend - hatten sich darauf geeinigt, sich möglichst zurückzuhalten und gut zuhören. Nun war für René Anliker, Soziologe, Raumplaner und ehemaliger Gemeinderat aus Erlenbach ZH, der Moment gekommen, als Moderator in Aktion zu treten. Er bat die Anwesenden, sechs Arbeitsgruppen zu bilden und aus der Sicht der - Kinder und Jugendlichen
- Anwohner/innen
- Gewerbetreibenden
- Automobilisten/innen
- Fussgänger/innen
- Einkaufenden
die beiden Projektstudien bzw. Grundprinzipien zu analysieren und zu bewerten. Das Konzept "Lebensader" steht dabei für "Achse", das Konzept "Cinque terre" für "Zentrum". Welche Ansprüche muss ein künftiges Projekt für die jeweilige Zielgruppe erfüllen? Inwieweit kann welches der beiden Grundprinzipien diesen Ansprüchen besser gerecht werden? Als Arbeitsgrundlagen erhielten die Teilnehmer eine Zusammenfassung der bisherigen Planungsschritte mit Grafiken der Ergebnisse des Studienauftrages "Neue Dorfstrasse" im Anhang wie auch einen Auftragsbeschrieb mit Beispielen. Für ihre Arbeit erhielten die sechs Gruppen 80 Minuten Zeit. Wie sehr sie sich in das Thema vertieften, merkte man am recht hohen Geräuschpegel im Saal. Nach einer kurzen Pause präsentierte dann jede Gruppe das Ergebnis ihrer Beratungen, auf Folien oder Flipcharts notiert. Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich dabei folgendermassen zusammenfassen: Als bei beiden Projektstudien gleich gut gelöst wurde die Anbindung an den öffentlichen Verkehr beurteilt. Tempo 30 wäre in beiden Fällen machbar, ebenso kinder und betagtengerechte Wege, wie auch eine gute Übersicht (Sicherheit). Dazu trägt die gute Beleuchtung und wo nötig die Beschilderung bei. Beim Konzept "Achse" (Lebensader) positiv vermerkt wurde, dass der Liftturm zum oberen Dorfteil die Schulwege verkürzen und die Zirkulation von Kinderwagen und Rollstühlen erleichtern würde. Bauliche Massnahmen, wie Schutzinseln, Verengungen, schienen leichter lösbar. Läden wären mit Fahrzeugen einzeln erreichbar. Weil die verschiedenen Verkehrsarten auf gleichem Niveau ablaufen, müssten unterschiedliche Beläge und Farben verwendet werden. Negativ beurteilt wurde für die Verkehrsführung und den Winterdienst die Beleuchtung in der Strassenmitte. Angeregt wurde, die 30 KmBeschränkung schon bei der Molkereikreuzung beginnen zu lassen. Im weiteren müsste das Parkieren für Einkaufende und Anwohner möglich sein. Der tägliche Einkauf bliebe gewährleistet. Die übrige Quartierversorgung würde kaum beeinflusst. Dagegen wurden die Begegnungsmöglichkeiten, die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten und die Realisierungschancen wie auch die Gestaltung als eher bescheiden taxiert. Die Lage der bestehenden Läden wäre zu verbessern. Das Konzept "Achse" (Lebensader) lässt in einer längeren Mischverkehrszone zusätzlichen Verkehr erwarten. Der Parkplatzsuchverkehr samt Manövern auf der Strasse würde nicht abnehmen, weil die Einkaufsdistanzen Umparkierbewegungen erfordern. Gleichermassen fände der Anlieferverkehr örtlich verteilt statt; die heutigen Störungen nähmen nicht ab. Beim Konzept "Zentrum" (Cinque terre) fiel die klare Trennung des Fussgänger und Fahrverkehrs zugunsten der Sicherheit positiv ins Gewicht. Als Nachteile gälten für Kinderwagen und Rollstühle die vielen Treppen, ebenso der für bestimmte Spiele und Rollgeräte ungeeignete Kiesplatz. Die vielen Plätze als Begegnungsorte, die auch eine zweckmässige Möblierung zulassen, wurden zustimmend vermerkt. Angeregt wurde ein schalldichter Partyraum für Jugendliche. Die zentrale Anlieferung und Parkierung sowie die Beleuchtungsart an der Neuen Dorfstrasse wurden bevorzugt. Vorgeschlagen wurde die Erweiterung des neuen Dorfplatzes zu einem eigentlichen Marktplatz, der sogar für den Chilbibetrieb geeignet wäre, auch wenn die Begegnungsmöglichkeiten schon jetzt als sehr gut eingestuft wurden. Die Versorgung der andern Quartiere im Unterdorf dürfte sich durch die Zentralisierung eher verschlechtern. Die Gestaltung wäre zu verbessern, wobei der Dorfcharakter zu wahren sei. Für die bestehenden Läden ergäben sich Anpassungen. Als eindeutig besser wurden die Realisierungschancen, Nutzungserweiterungsmöglichkeiten und die Sicherheit beurteilt. Dank zentraler Parkierung und kurzer Mischverkehrszone sowie konzentrierten Ein und Ausfahrten würde sich der Parkplatzsuchverkehr vermindern. Das Umparkieren entfiele und die Anlieferungen würden konzentriert und störungsfrei erfolgen. Zusammengefasst bevorzugten die Arbeitsgruppen grossmehrheitlich das Konzept "Zentrum"(Cinque terre) mit gewissen Zusatzerwartungen und Anleihen aus dem Konzept "Achse" (Lebensader). Anklang fand davon besonders die mit Einengungen erzielte "Torwirkung" ober und unterhalb des Zentrums. Bemerkenswerte Hinweise ergaben sich aus der anschliessenden, rege benützten Diskussion im Plenum. So hätten Einfahrten zu Sammelparkierungen ab der neuen Dorfstrasse und nicht ab einer Quartierstrasse zu erfolgen. Nicht die Gemeinde, sondern Private müssten als Bauherren eines allfälligen Parkhauses auftreten. Die Gemeinde könnte sich hingegen aus Mitteln des ParkplatzErsatzabgabefonds beteiligen. Die Gemeinde könnte die Zentrumsentwicklung wohl in einer partnerschaftlichen Planung fördern, Bauten aber nicht selber finanzieren und ausführen. Anpassungen an öffentlichen Strassen obliegen dagegen der Gemeinde. Gewerbe und Grossverteiler müssten sich überlegen, ob sie an ihren jetzigen Standorten Überlebenschancen haben oder ob ein Umzug Vorteile hätte. Diesbezüglich waren sich die Anwesenden nicht einig. In diesem Zusammenhang wurde eine bessere Verbindung zum Ladenzentrum "im Grund" vorgeschlagen. Ein Thema war ferner der Anschluss peripherer Ortsteile (z.b. Gontenbach) an den öffentlichen Verkehr zum Dorfzentrum. Klar wurde, dass ein gutes Angebot für den täglichen Bedarf vorhanden sein muss. Solche Läden sind Schrittmacher für weitere Läden. Ohne auswärtige Kundschaft kann kein ausreichendes Sortiment aufrecht erhalten werden, was die Wichtigkeit der Parkierungsfrage unterstreicht. Ein Parkhaus wiederum funktioniert nur bei relativ kurzen Gehdistanzen und massvollen Gebühren. Die Tempobeschränkung auf der Neuen Dorfstrasse auf 30 Km/h und eine massvolle Umgestaltung derselben war völlig unbestritten. Angeregt wurde sogar deren Ausdehnung bis zur Molkereikreuzung oder gar bis zur Schwerzi. Gleichzeitig wurden gefährliche Strassenverengungen negativ beurteilt. Dass ein dringender Handlungsbedarf bestehe, blieb in der Diskussion unbestritten. Beide beurteilten Gestaltungskonzepte wurden als nicht restlos zufriedenstellend beurteilt. Das Prinzip "Zentrum" (Cinque terre) biete jedoch als Ganzes mehr Vorteile und Entwicklungspotenzial und liesse die Verwirklichung in Etappen zu. Gemeindepräsident Thomas Meyer schloss die Veranstaltung um 18.00 h mit dem besten Dank an alle Mitwirkenden für ihr Engagement. November 2001 / Verkehrsuntersuchung Am 12. September 2001 wurden der interessierten Bevölkerung drei Studien der Hochschule für Technik und Architektur Luzern zur Gestaltung der Neuen Dorfstrasse präsentiert. Die Studienbeiträge stiessen auf ein sehr positives Echo und es wurde der Wunsch geäussert, man möge mit den Planungsbemühungen sofort weiterfahren statt den Beginn der neuen Amtsdauer abzuwarten. Dieses Anliegen hat den Gemeinderat dazu bewogen, sogleich in die nächste Runde zu steigen. An der Veranstaltung vom 12. September waren Stimmen laut geworden, die die Abklärung der Machbarkeit von Verkehrsberuhigungsmassnahmen im Gebiet der Neuen Dorfstrasse forderten. Der Gemeinderat hat entschieden, eine Verkehrsuntersuchung durchführen zu lassen. Diese soll über die Realisierbarkeit der drei Studienbeiträge und über die Möglichkeiten und Grenzen von Verkehrsberuhigungsmassnahmen rund um die Neue Dorfstrasse Aufschluss geben. Für die Durchführung der Untersuchung ist ein Kredit von Fr. 19'400.- bewilligt worden. Der Auftrag wird an das Büro SNZ Ingenieure und Planer AG, Zürich, vergeben. Die Ergebnisse der Verkehrsstudie werden der Öffentlichkeit am 12. Januar 2002 im Rahmen eines Workshops präsentiert. September 2001 / Studienauftrag "Neue Dorfstrasse" Am 12. September 2001 fand die Präsentation der von den Studierenden der Hochschule für Technik und Architektur, Luzern, eingereichten Beiträge statt. Die Arbeiten wurden von Prof. Ulrich Pfammatter und elf Studenten und Studentinnen ausgeführt. Im Lehrteam wirkten auch renommierte Architekten mit, was eine professionelle Begleitung der Studenten sicherstellte. Drei Studententeams reichten je ein Konzept ein und präsentierten diese zusammen mit Professor Pfammatter, der interessierten Bevölkerung. Die drei Konzepte beinhalten je einen Übersichtsplan sowie Strukturpläne und Erläuterungspläne. Die Gemeinsamkeiten zwischen den drei Konzepten liegen darin, dass das Schwerzi-Dreieck nicht überbaut werden soll, und dass der Durchgangsverkehr an der Neuen Dorfstrasse auf ein Minimum zu beschränken ist. Dies stellt eine Antithese dar zu der Kernaussage der Konsumstudie, die dahingehend lautete, dass Auswärtige ins Dorf gelockt werden sollen, um den Konsum in den Langnauer Läden anzukurbeln. Zentral ist bei allen drei Konzepten das Thema "Schaffung eines oder mehrerer Begegnungszentren". Die einzelnen Konzepte lassen sich wie folgt charakterisieren: Cinque terre Dieses Konzept präsentiert eine Verstärkung des bestehenden Zentrums am jetzigen Standort, welches mit einer Konzentration von Bauten einher geht. Mit baulichen Massnahmen im Raum des Schwerzi-Dreiecks ist durch eine Verengung der Strasse eine adäquate Eingangssituation zum Dorf zu schaffen. Die Volumetrien und die Körnigkeit von Bestehendem wird beibehalten, Altes und Neues vermischt sich dabei optimal. Im Zentrum findet eine Konzentration statt, wobei das Szenario einen Wegzug des Gartencenters vorsieht. Neben bestehenden Geschäften werden weitere Läden angesiedelt, die Migros-Filiale könnte ebenfalls in dieses Gebiet umsiedeln. Der Zentrumscharakter gibt auch kleinen Läden eine Chance. Es entsteht eine Platzhierarchie mit verschiedenen Qualitäten und einem Übergang zum reinen Wohnungsbau. In diesem Rahmen erfahren auch die Schulliegenschaft und das Gemeindehaus eine Erweiterung. Ein Abbruch irgendwelcher Gebäude wird nicht ins Auge gefasst. Bezüglich der Landschaftsgestaltung wird angeregt, den kanalisierten Bereich des Dorfbaches zu renaturalisieren. Damit soll ein erweiterter Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstehen, was die Qualität des Naherholungsgebietes betont. Das Konzept weist einen urbanen Charakter auf und legt den Schwerpunkt nicht auf eine Betonung der Intimität des Dorfes. Diese Urbanität wird jedoch nicht überbetont, sondern trägt zu einem harmonischen Gesamtbild bei. Bezüglich der Strasse sieht das Konzept vor, dass Trottoirs verschwinden und das trennende Element lediglich durch einen beidseitigen Rinnstein verkörpert wird. Auf Übergänge kann in diesem Kontext verzichtet werden. Im Abstand von je 25 m werden Strassenlaternen aufgestellt, auf Bäume wird hingegen verzichtet. Die Neue Dorfstrasse erfährt eine ästhetische Aufwertung durch eine einheitliche Gestaltung. Anstatt dem motorisierten Verkehr Hindernisse in den Weg zu stellen, wird bei den Lenkern ein besonderes Bewusstsein für die Qualitäten der Strasse geweckt, welche automatisch zu einer Anpassung des Tempos führen sollte. Lebensader Dieses Konzept schlägt eine von der Post bis hin zur Rütibohlstrasse verkehrsberuhigte und für Fussgänger wohnlich und sicher gestaltete Neue Dorfstrasse vor mit dezentralisierten Einkaufsmöglichkeiten. Die von Fussgängern und Autos gemeinsam genutzte Bewegungsfläche sieht lediglich einen - in der Mitte angesiedelten - Rinnstein vor. Zusätzlich werden in der Strassenmitte alle 30 bis 40 m Kandelaber aufgestellt. Der Bus soll weiterhin eine ungehinderte Durchfahrt geniessen. An beiden Eingängen zur Einkaufszonezone soll symbolisch ein Baum gepflanzt werden, da hier dem Autofahrer signalisiert werden soll, dass er in einen Bereich einfährt, in welcher der Fussgänger Priorität hat. Das Gewerbe soll sich überall entlang der Neuen Dorfstrasse installieren können und sich nicht nur auf einen Punkt konzentrieren. Ein ähnlich gelagertes Projekt wurde in Erlenbach an der Bahnhofstrasse erfolgreich realisiert. Eine derartige Neuausrichtung funktioniert nur mit dezentralen Parkierungsmöglichkeiten. Das freie Parkieren direkt vor den Geschäften und der nahtlose Übergang zum Strassenraum schaffen eine Art "halbprivate" Zone. Zudem soll das Parkhaus unter dem Coop erweitert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Das Parking direkt beim Eingang des Wildparks ist aufzuheben. Im Gegenzug ist die Parkfläche auf der anderen Seite der Albisstrasse entsprechend zu vergrössern. Um den oberen und unteren Dorfteil zu verbinden, soll ein Liftturm mit Passerelle erbaut werden. Dieser dient gleichzeitig als Weg zum Einkaufserlebnis und als Aussichtspunkt, von welchem aus man das ganze Sihltal überblicken kann. Poli centri Wie der Name es bereits erahnen lässt, handelt es sich hierbei um dasjenige Konzept, welches eine mittlere Position einnimmt. Es geht davon aus, dass in Langnau an verschiedenen Orten kleine Zentren mit unterschiedlichem Charakter entstehen können. So soll mit einem von Arkaden umrahmten "Wirtschaftsraum" unterhalb des Coop, einem "Erholungszentrum" mit Park bei der Gärtnerei Baumgartner und einem "Kulturzentrum" im Schwerzi-Areal, die in ein umfangreiches Fusswegnetz eingebunden sind, differenziert auf das Dorf und die verschiedenen Bedürfnisse eingegangen werden. Das Konzept sieht vor, dass die Strasse mit eingelassenen Bordsteinen eingegrenzt wird, womit eine durchgehende Schnitttypologie erzielt wird. Das Trottoir wird relativ breit gehalten, damit es Parkmöglichkeiten direkt vor den Läden bietet. So haben auch kleine Geschäfte die Möglichkeit zu überleben. Weiter ist die Errichtung eines Kreisels bei der Einmündung in die Sihlwaldstrasse vorgesehen, was zur Verkehrsberuhigung beiträgt und auch mit einer Tempo-30-Zone kompatibel ist. Gemäss Beleuchtungskonzept wird entlang der Neuen Dorfstrasse rund alle 30 m eine Strassenlampe platziert, was zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer beiträgt. Im "Erholungszentrum" werden die Bäume von unten her beleuchtet, sodass ein Verweilen unter dem Licht attraktiv gestaltet wird. Im "Wirtschaftsraum" werden zusätzlich die Schaufenster beleuchtet. Derart neu gestaltet stellt die Neue Dorfstrasse eine Art "Rückgrat" der Gemeinde dar. Kombination der Konzepte Ursprünglich war vorgesehen, die drei eingegangenen Arbeiten auf ein Konzept zu fokussieren. Diese Bestrebung ist inzwischen jedoch fallen gelassen worden, da die drei Arbeiten durchaus miteinander kombinierbar sind. Im nächsten Schritt wird es darum gehen, die Ergebnisse des Wettbewerbes "Banane" mit denjenigen des Studienauftrages "Neue Dorfstrasse" zu verknüpfen.
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