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September 2009 / Widmerstrasse inskünftig ohne Trottoir

Auf Grund einer - nach der Gemeindeversammlung von 11. Juni erfolgten - Neubeurteilung der Lage durch die Kantonspolizei darf die Widmerstrasse kein Trottoir mehr haben, weil dies dem Charakter einer Begegnungszone widersprechen würde. Daher wird das Trottoir, das infolge Strassenbauarbeiten ohnehin mittlerweile abgetragen worden ist, nicht mehr ersetzt. Diesbezüglich soll eine Ausdehnung des Schulhausareals gegen die Strasse hin stattfinden. In diesem Zusammenhang kommt es zu einer Verengung der Fahrbahn. Dies wird viel dazu beitragen, die Wildparkierung zu unterbinden, welche bei den Anwohnern bisher stets für Unmut gesorgt hat. Das Weglassen des Trottoirs verursacht keine Zusatzkosten, sodass der von der Gemeindeversammlung genehmigte Kredit wie geplant für die Umsetzung des gesamten Projekts ausreicht.


Juni 2009 / Begegnungszone - Zustimmung der Gemeindeversammlung

Im Vorfeld der Gemeindeversammlung findet am 2. April 2009 eine Informationsveranstaltung statt, an der auch ein eindrücklicher Film über Begegnungszonen, die in anderen Gemeinden realisiert worden sind, gezeigt wird.

Am 11. Juni 2009 genehmigt die Gemeindeversammlung das Projekt "Begegnungszone", bewilligt für die Ausführung einen Objektkredit über Fr. 655'000.-- und nimmt von den gebundenen Ausgaben von Fr. 380'000.-- für die Sanierung der Höflistrasse Kenntnis.


Februar 2009 / Details zur Vorlage an die Gemeindeversammlung

Sondermedienbericht von Mitte Februar 2009 in der Zürichsee-Zeitung Sihltal-Thalwil:

War an der Gemeindeversammlung vom 31. Januar 2008 noch vom Bau eines Dorfplatzes als Titel der gemeinderätlichen Weisung die Rede, muss heute korrigiert werden: Der Platz ist da und auch die Chance, die freie Fläche optimal zu gestalten.

Diese Ausgangslage hat der Gemeinderat zum Thema gemacht und seine Überlegungen darauf ausgerichtet. Auf der freien Fläche zwischen Gemeindehaus, Schulhaus und Einkaufszentrum begegnen sich Schüler, Fussgänger, Kunden des Einkaufszentrums und die Verkehrsteilnehmer auf der Höflistrasse. Bereits heute ist ersichtlich, dass diese Konfliktsituation mit einem Fussgängerstreifen nicht gelöst werden kann. Die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer hatte deshalb bei der Wiederaufnahme der Planung und der Beurteilung der Situation erste Priorität.

Die Verkehrssicherheit kann durch eine "Begegnungszone" am besten gewährleistet werden (siehe separaten Kasten). Dies bedeutet, dass der freie Raum inklusive Strasse baulich einbezogen und gestaltet werden muss. Der Sicherheitsaspekt führt auch dazu, dass der als Begegnungszone auszuscheidende Raum von der Neuen Dorfstrasse bis und mit Widmerstrasse zu führen ist, um alle Schülerströme in diesem Bereich mit einzubeziehen.

Der Gemeinderat wird der Gemeindeversammlung einen Vorschlag unterbreiten, welcher eine gestaltete Fläche unter Einbezug der Höflistrasse bis und mit Widmerstrasse vorsieht. Die Rasterteilung des Oberflächenbelages soll den Bereich der Widmerstrasse jedoch nicht umfassen. Vom Trottoir der Neuen Dorfstrasse zum Platz ist eine breite Treppe vorgesehen. Neben chaussierten und begrünten Teilbereichen werden Sitzgelegenheiten bereitgestellt. Die Gesamtgestaltung ist durch die bepflanzten Grünflächen gut abgegrenzt. Der verkehrsrechtlich anzuordnenden "Begegnungszone" wird mit der gestalteten Fläche entsprechend Nachdruck verliehen, Parkplätze sind nur auf der Seite Gemeindehaus vorgesehen. Für den Betrag von Fr. 655'000.-- lässt sich ein Grossteil der individuellen Wünsche und Anregungen realisieren. Hinzu kommen Fr. 380'000.-- für die Sanierung der Höflistrasse. Da die Fahrbahn und das Trottoir ohnehin saniert werden müssen - es handelt sich hierbei um eine gebundene Ausgabe - fallen diese Kosten auf jeden Fall an.

Die Sicherheitsüberlegungen haben den Gemeinderat veranlasst, auf die Vorlage von Varianten zu verzichten. Für den an der Gemeindeversammlung vorgeschlagenen Teilausbau müssten Kosten von insgesamt Fr. 445'000.-- aufgewendet werden. Ebenfalls hinzu kämen die Fr. 380'000.-- für die Sanierung der Höflistrasse. Das Ganze bliebe ein Flickwerk ohne räumliche Zusammenhänge und ohne die Sicherheitsvorkehren einer Begegnungszone. Eine weitere Möglichkeit wäre, auch auf den Teilausbau zu verzichten und den Platz lediglich mit Kies und teilweise Hartflächen zu versehen, was, ebenfalls ohne Sanierung der Höflistrasse, immerhin noch einen Betrag von Fr. 210'000.-- ausmachen und ebenfalls die Sicherheitsaspekte und die Gestaltung des Dorfbildes vernachlässigen würde.

Am 21. und 22. Januar 2009 haben zwei Informationsveranstaltungen stattgefunden, an denen die Evaluationsergebnisse dem örtlichen Gewerbe und den Eltern der Schüler des Zentrums Im Widmer vorgestellt worden sind. An einer weiteren Veranstaltung vom 2. April 2009 wird der gesamten Öffentlichkeit Gelegenheit geboten, sich von der Projektierung, den gemeinderätlichen Überlegungen dazu und den bereits erfolgten Stellungnahmen ein Bild zu machen und sich zum Projekt ebenfalls zu äussern.

Der Gemeindeversammlung vom 11. Juni 2009 wird beantragt, dem neuen Projekt für den Ausbau des Raumes zwischen der Dorfzentrumsüberbauung und dem Gemeindehaus, verbunden mit der Schaffung einer gestalteten Begegnungszone auf der Höflistrasse (Abschnitt Neue Dorfstrasse bis und mit Widmerstrasse) zuzustimmen. Für die Realisierung soll ein Baukredit von Fr. 655'000.-- inkl. MwSt bewilligt werden. Zum Betrag von Fr. 655'000.-- kommen noch Fr. 380'000.-- für die Sanierung der Höflistrasse dazu. Da die Fahrbahn und das Trottoir ohnehin saniert werden müssen, handelt es sich hierbei um gebundene Ausgaben. Die Kosten für die Sanierung werden ungeachtet des Gemeindeversammlungs-Entscheids anfallen.

Was ist eine Begegnungszone?

Mit der Begegnungszone wird den Fussgängerinnen und Fussgängern in Wohn- und Geschäftsbereichen die Verkehrsfläche für Spiel und Sport, zum Einkaufen und Flanieren oder als Begegnungsstätte zur Verfügung gestellt.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h.

In der Begegnungszone haben Fussgängerinnen und Fussgänger gegenüber dem Fahrzeugverkehr Vortritt. Sie können jederzeit und überall die Fahrbahn queren, dürfen jedoch die Fahrzeuge nicht unnötig behindern.

Das Parkieren ist nur an den durch Signale oder Markierungen gekennzeichneten Stellen erlaubt.

Die Begegnungszone ist seit dem 1. Januar 2002 in der Schweiz zugelassen. Die Signalisationsverordnung (SSV) beschreibt den Einsatz und die Regeln für die Einführung solcher Zonensignalisationen. Die Begegnungszonen dürfen auf Nebenstrassen in Bereichen mit Wohn- und/oder Geschäftsnutzung eingerichtet werden.
Siehe auch www.begegnungszonen.ch


Januar 2009 / Begegnungszone - neue Vorlage an die Gemeindeversammlung

Nach fast einem Jahr und einer breit angelegten Evaluationsrunde ist es nun so weit, dass eine neue Vorlage präsentiert werden kann. Diese wird der Gemeindeversammlung vom 11. Juni unterbreitet. Bei der Ausarbeitung der Vorlage hat die Gemeinde eng mit dem Raum- und Umweltplaner Prof. Klaus Zweibrücken zusammengearbeitet, welcher seine Einschätzungen zum Projekt wie folgt zusammengefasst hat:

Zweibruuecken_Einschaetzungen_Feb.pdf (548.8 kB)

Prof. Zweibrücken hat zudem die nachfolgende Zusammenstellung ausgearbeitet, welche ähnliche Projekte mit Begegnungszonen in Ortskernen enthält, die in anderen Gemeinden erfolgreich realisiert worden sind.

Zweibruecken_Beispielsammlung.pdf (2260.5 kB)


März 2008 / Aufhebung des Dorfplatz-Entscheids durch den Bezirksrat

Am 7. Februar 2008 reichte ein Stimmberechtigter beim Bezirksrat Horgen einen Rekurs gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung betreffend Bau eines redimensionierten Dorfplatzes ein. Im Rekurs wurde das Verfahren bei den Abstimmungen über diverse Änderungsanträge beanstandet. Der Bezirksrat gab am 13. März 2008 diesem Rekurs statt und hob den Entscheid der Gemeindeversammlung vom 31. Januar 2008 auf. Er bestätigte zwar die korrekte Durchführung der Abstimmungen, stellte jedoch fest, dass über den Antrag auf Redimensionierung des Dorfplatzes nicht hätte befunden werden dürfen, da dieser das ursprüngliche Projekt zu stark veränderte, sodass die Stimmbürger nicht in der Lage gewesen seien, die Auswirkungen dieser Änderung abschätzen zu können.


Januar 2008 / Behördenanträge finden an Gemeindeversammlung kein Gehör

Der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 31. Januar 2008 wurde beantragt, dem Bau eines Dorfplatzes zuzustimmen und hiefür einen Kredit von Fr. 1'107'000.-- inkl. MwSt. zu genehmigen. Auf den Antrag eines Stimmberechtigten hin beschloss die Versammlung, die Dorfplatz-Vorlage abzuändern und stimmte einem redimensionierten Dorfplatz bergseits der Höflistrasse zu.

Des Weiteren wurde der Gemeindeversammlung der Antrag betreffend Umgestaltung der Neuen Dorfstrasse, Abschnitt Drogerie Wehrli bis Haus Zürcher Kantonalbank, unterbreitet. Die Versammlung wurde um Bewilligung eines Baukredites in der Höhe von Fr. 1'738'000.-- ersucht. Die Vorlage wurde auf Antrag eines Stimmberechtigten an die Behörde zurückgewiesen. Bereits im Vorfeld der Versammlung waren in der Öffentlichkeit Befürchtungen geäussert worden, das ettapierte Projekt würde die Neue Dorfstrasse zu einer "Dauerbaustelle" machen.


Oktober 2007 / Einberufung einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung

Gemäss Kostenschätzung des kommunalen Projektingenieurs Regli + Flütsch ist für den Bau eines Dorfplatzes mit Kosten von rund 1 Mio. Franken und für die Strassenraumgestaltung zwischen der Drogerie Wehrli und dem Haus der ZKB von rund 1,6 Mio. Franken zu rechnen.

Der Bau eines Dorfplatzes und die Gestaltung des angrenzenden Strassenraums stellen den ersten Schritt einer umfassenden Gestaltung der Neuen Dorfstrasse dar, die möglicherweise in vier weiteren Etappen wie folgt realisiert werden könnte:
  • zweite Etappe: vom ZKB-Haus bis zum Haus von Dr. Weiss
  • dritte Etappe: von der Drogerie Wehrli bis zum Optiker-Geschäft Haas
  • vierte Etappe: vom Haus von Dr. Weiss bis zur Blidor
  • fünfte Etappe: von der Blidor bis zum Alten Schulhaus Wolfgraben.
Die Kosten für die erste Etappe werden ins Budget der Jahre 2008 und 2009 eingestellt. Im Jahr 2010 bzw. beim Amtsdauerwechsel soll dann ein Marschhalt eingelegt werden, um die Entwicklung zu beobachten.

Beim Bau des Dorfplatzes und der Gestaltung des ersten Abschnitts der Neuen Dorfstrasse handelt es sich um zwei Projekte, die unabhängig voneinander realisiert werden können, weshalb den Stimmberechtigten zwei Vorlagen anlässlich einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 31. Januar 2008 unterbreitet werden.


Mai 2007 / Einbezug der Bibliothek in die Dorfzentrumsüberbauung

Bereits seit geraumer Zeit ist bekannt, dass die Gemeinde- und Schulbibliothek mehr Platz braucht. Die heute der Bibliothek zur Verfügung stehende Fläche beträgt 180 m2, ideal wäre jedoch eine Fläche von 500 m2. Der Versuch, die Bibliothek, die sich aktuell im Untergeschoss des Gemeindehauses befindet, in einer anderen Gemeindeliegenschaft mit grösseren Räumlichkeiten unterzubringen, ist bisher ohne Erfolg geblieben. Da die Anbindung der Bibliothek an den neuen Dorfplatz ideal wäre, wurden mit der Anliker GU (Bauherrschaft der Gewerbeliegenschaften) Verhandlungen betreffend den Einbezug der Bibliothek in die Dorfzentrumsüberbauung aufgenommen. In einer ersten Phase wurde in Betracht gezogen, die Räumlichkeiten der Bibliothek auf das Idealmass von 500 m2 zu erweitern. Eine diesbezügliche Kostenschätzung zeigte jedoch, dass ein solcher Ausbau die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde sprengen würde. Im Sinne einer Zwischenlösung wurde deshalb ins Auge gefasst, die Bibliothek eingeschossig zu gestalten und auf rund 320 m2 zu erweitern.


Januar 2007 / Grobprojekt Neue Dorfstrasse und Dorfplatz

Gestützt auf die Ergebnisse des Workshops vom 18. November 2006 erging ein Auftrag an die Firma Enz & Partner, ein Grobprojekt für die Gestaltung der Neuen Dorfstrasse und des Dorfplatzes auszuarbeiten. Gleichzeitig wurde die SKK Landschaftsarchitekten beauftragt, für die Strasse und den Platz einen Ausstattungsvorschlag zu unterbreiten. Für diese beiden Aufträge wurde ein Kredit von Fr. 42'000.-- gesprochen. Die Ergebnisse der beiden Aufträge wurden der Gemeinde und den Vertretern der privaten Bauherrschaft der Dorfzentrumsüberbauung am 19. April 2007 im Rahmen einer Koordinationssitzung präsentiert.


November 2006 / Gestaltungsvorschlag Neue Dorfstrasse und Dorfplatz

Am Samstag, 18. November 2006, fanden sich 20 interessierte Langnauerinnen und Langnauer im Singsaal des Schulhauses Im Widmer ein, um über eine Gestaltung des Strassenraumes an der Neuen Dorfstrasse und des neuen Dorfplatzes zu beraten. Die im Entstehen begriffene Grossüberbauung im Bereich Coop/Bacher wird zweifellos zu einer Aufwertung des Ortszentrums führen. Damit eine nachhaltige Verbesserung erzielt werden kann, möchte die Gemeinde die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellen. Dieses Bestreben und die immer stärker zu Tage tretenden Mängel an der Neuen Dorfstrasse haben den Gemeinderat dazu bewegt, den Verkehrsplaner Robert Enz, Enz & Partner mit der Ausarbeitung eines Gestaltungsvorschlages für die Neue Dorfstrasse und den neuen Dorfplatz zu beauftragen. Ziel des Workshops war es, Meinungen zu sammeln, um auf diese Weise eine Grundlage für die nächste Planungsphase zu erhalten. Nachfolgend werden die Eckdaten des Gestaltungsvorschlags sowie ein Auszug aus den im Rahmen der Gruppenarbeit eingebrachten Anregungen wiedergegeben.

Gestaltungsvorschlag

Robert Enz präsentiert einen Gestaltungsvorschlag für die Neue Dorfstrasse, in welchem auch der neue Dorfplatz eine wichtige Rolle einnimmt und den Aspekten Sicherheit, Schutz vor Immissionen und Ästhetik eine hohe Bedeutung zukommt. Die Neue Dorfstrasse soll in jenen Bereichen, in denen die Strassenbreite dies zulässt, mit einem Mittelstreifen von 1,25 m Breite versehen werden. Dadurch soll der Verkehr verlangsamt und den Fussgängern ermöglicht werden, die Strasse in zwei Etappen zu überqueren. Ideal für Langnau wäre zudem ein durchgehendes Fusswegnetz vom Oberdorf bis zum SZU-Bahnhof. Erreicht werden soll dies durch eine Querung der Neuen Dorfstrasse beim Kirchweg hin zum Mühleweg, wobei das Gefälle durch eine Treppe zu überwinden ist. Die Eingänge zur Neuen Dorfstrasse sollen so gestaltet werden, dass die Fahrzeuglenker wahrnehmen, dass sie in ein Dorf hineinfahren und die Geschwindigkeit anpassen. Robert Enz schlägt vor, bei der Einmündung von der Sihlwald- in die Neue Dorfstrasse einen Kreisel zu erstellen, der eine Pförtnerfunktion gegen die Ortsmitte hin wahrnimmt. Der neue Dorfplatz ist als Begegnungsstätte zu konzipieren und ist dementsprechend mit sinnvollen Weg- und Strassenverbindungen zu erschliessen. Nach der Präsentation des Gestaltungsvorschlags werden vier Arbeitsgruppen gebildet, deren Aufgabe es ist, in Bezug auf einen der vier Teilaspekte "Individualverkehr", "Öffentlicher Verkehr", "Fussgängerverbindungen" sowie "Dorfplatz" den Gestaltungsvorschlag zu diskutieren.

Ergebnisse der Gruppenarbeit

Im Rahmen einer multifunktionalen Nutzung sollen auf dem neuen Dorfplatz grössere Anlässe wie Chilbi, Märkte und Bundesfeier stattfinden können. Der Platz soll möglichst nahtlos in die angrenzende Wiese des Schulzentrums Im Widmer übergehen, damit diese bei Grossveranstaltungen ebenfalls mitgenutzt werden kann. In solchen Fällen sollte es möglich sein, die Neue Dorfstrasse von der Zentrumsüberbauung bis zum ehemaligen Botazzoli-Haus für den Individualverkehr zu sperren und nur noch die Busse verkehren zu lassen. Die Höflistrasse soll nach wie vor durchgehend sein, wobei gleichzeitig eine Verlangsamung des Verkehrs anzustreben ist, damit die Autofahrer nicht mit einer zu hohen Geschwindigkeit auf den Dorfplatz treffen. Bei der Frage, ob auf dem Dorfplatz Kurzzeitparking ermöglicht werden soll, gehen die Meinungen auseinander. Eine besondere Knacknuss stellt auch das Problem dar, die Höhendifferenz vom Dorfplatz zum Ladenzentrum hin zu überwinden, ohne dass die Ästhetik darunter leidet. In diesem Bereich wird der Suche nach geeigneten Lösungen ein hoher Stellenwert zukommen. Die Kosten für den Dorfplatz dürften gemäss der Schätzung von Robert Enz auf 1,25 Mio. Franken zu stehen kommen.

Der Vorschlag zur Verlangsamung des Verkehrs an der Neuen Dorfstrasse wird sehr positiv aufgenommen. In Bezug auf den Individualverkehr herrscht die Ansicht vor, dass es nicht nur einen wahrnehmbaren Dorfeingang im oberen Dorfteil sondern auch im Unterdorf, beispielsweise bei der Einmündung der Neuen Dorfstrasse in die Sihltalstrasse, braucht. Es wird auch angeregt, das Themas "Tempo 30" für den Abschnitt zwischen dem Gemeindehaus und der Dorfgärtnerei Raschle erneut aufzugreifen. Als sehr wichtig wird der Einbezug der privaten Anstösser bei der Planung von Parkplätzen erachtet. Im Bereich des öffentlichen Verkehrs ist darauf zu achten, dass dieser auch nach der Neugestaltung nach wie vor ungehindert fliessen kann. Bei der Frage, ob sich der gepflästerte Mittelstreifen bis ins Oberdorf erstrecken soll, gehen die Meinung auseinander. Einig ist man sich hingegen darüber, dass auch die Geschäf-te im oberen Teil der Neuen Dorfstrasse in die Planung einzubeziehen sind.

Beim Thema Fussgängerverbindungen steht die Sicherheit der Schulkinder im Vordergrund. Bezüglich der vorgeschlagenen Wegverbindungen zu den Schulzentren Im Widmer und Vorder Zelg ist darauf zu achten, dass diese Wege nicht zu umständlich gestaltet werden, da dies die Schulkinder dazu verleiten könnte, auf den gefährlichen Strassenraum ausweichen. Den Fussgängerübergängen, beispielsweise zwischen Coop und Eltop, ist eine besondere Auf-merksamkeit zu widmen. Eine Treppe zwischen Mühleweg und Kirchweg wird hingegen als überflüssig erachtet.

Weiteres Vorgehen

Es herrscht Einigkeit darüber, dass der neue Dorfplatz als erster Baustein des gemäss Vorschlag von Robert Enz in fünf Lose aufgeteilten Projektes realisiert werden soll. Die Teilnehmer befürworten in Anbetracht der hohen Kosten eine Etappierung des Projektes, tun jedoch gleichzeitig kund, dass der Nutzen des Projektes ebenso stark zu gewichten ist wie die Kosten. Am Schluss des Workshops stellt sich die Frage nach dem weiteren Vorgehen. Gemeindepräsident Thomas Oetiker tut kund, dass sich der Gemeinderat darüber Gedanken machen wird, wie die Mitwirkung der Bevölkerung, welche sich bis anhin sehr gut bewährt hat, in der nächsten Phase aussehen und ob allenfalls eine feste Arbeitsgruppe zur Begleitung der weiteren Planung ins Leben gerufen werden soll. Von besonderem Interesse ist die Frage, ob und wie die Bibliothek, welche im Gemeindehaus aus allen Nähten platzt, in das Projekt miteinbezogen werden kann. Um mit der Zentrumsüberbauung Schritt halten zu können, wird der Gemeinderat in nächster Zeit diverse Projektierungsaufträge erteilen. Der Gestaltungsvorschlag von Robert Enz kann im Gemeindehaus beim Eingang zur Abteilung Bau im Rahmen der regulären Öffnungszeiten besichtigt werden.



Januar 2006 / Privater Gestaltungsplan Spinnerei Süd

Das Gartencenter Bacher plant die Verlegung ihres Hauptbetriebes aus dem Dorfzentrum auf das Areal der Spinnerei Langnau. Diese Fläche ist Teil der Wohnzone mit Gewerbeerleichterung WG/4.5, welche mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt ist. Mit einem Gestaltungsplan soll eine vom städtebaulichen, architektonischen, wohnhygienischen sowie landschaftlichen Aspekt her optimale Überbauung einer grösseren Fläche ermöglicht werden. Die gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Auflage von 60 Tagen hat am 3. Januar 2006 geendet. Einwände gegen den Gestaltungsplan sind während dieser Frist keine eingegangen. Nun stehen noch Bereinigungsgespräche mit der kantonalen Baudirektion an, anschliessend kann der bereinigte Gestaltungsplan vom Gemeinderat festgesetzt werden. Damit rückt das Ziel der Schaffung eines neuen Dorfplatzes wieder etwas näher. Sobald bekannt ist, was für Investoren sich für das Grundstück des Gartencenter Bacher interessieren, wird die nächste Mitwirkungsrunde eingeläutet.

Artikel Sihltaler 5.1.06.pdf (636.1 kB)


Juli 2005 / Aufhebung der Planungszonen "Neue Dorfstrasse" und "Sihltalstrasse Ost"

Mit der Genehmigung des privaten Gestaltungsplans "Dorfzentrum" und der BZO-Revision sind die planerischen Grundlagen erarbeitet worden, um eine nachhaltige Entwicklung der Neuen Dorfstrasse und des Gebietes östlich der Sihltalstrasse zu fördern. Da mittlerweile die planerischen Ziele der Gemeinde weitgehend erfüllt sind und zudem eine Planungszone ohnehin für längstens fünf Jahre aufrecht erhalten werden kann, hat der Gemeinderat der kantonalen Baudirektion den Antrag unterbreitet, die beiden Planungszonen aufzuheben.


März 2005 / Revision der kommunalen Bau- und Zonenordnung (BZO)

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 17. März 2005 wurde einer Vorlage zur Revision der kommunalen BZO zugestimmt. Die Stimmbürger stimmten dem Antrag des Gemeinderates zu, anstelle der Ausnützungsziffer "AZ" (Verhältnis der anrechenbaren Wohnfläche zur Grundstücksfläche) neu die Baumassenziffer "BMZ" (Verhältnis des über dem Terrain sichtbaren Bauvolumens zur Grundstücksfläche) einzuführen, welche sich in anderen Gemeinden bereits bewährt hat. Diese Volumenbemessungsmethode gewährt dem Besitzer grössere Freiheit im Innern des Gebäudes. Es ist weder beabsichtigt mit diesem Wechsel eine weitere Verdichtung, noch eine Reduktion der Bebauungsmöglichkeit zu bewirken. Mit einer Vergleichsüberführung (Eins-zu-Eins-Methode) von der AZ in die BMZ soll vermieden werden, dass aus dieser Überführung etwaige Nutzungsverluste für die Eigentümer von Grundstücken resultieren. Mit der Schaffung einer neuen Kernzone KII soll zudem der Spielraum der baulichen Gestaltung im Dorfkern erweitert werden, ohne dass der Erhalt der traditionellen Baustrukturen gefährdet wird. So wird neu die Möglichkeit eröffnet, Dachlandschaften derart auszugestalten, dass den heutigen auf Individualismus ausgerichteten Bedürfnissen der Bauherren optimal entsprochen wird.



Dezember 2004 / Genehmigung des privaten Gestaltungsplans Dorfzentrum durch die Gemeindeversammlung

Der private Gestaltungsplan "Dorfzentrum", welcher an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2004 genehmigt worden ist, stellt das Produkt einer Planungspartnerschaft zwischen der Politischen Gemeinde und den betroffenen Grundeigentümern dar. Die Ausarbeitung des privaten Gestaltungsplans Dorfzentrum erfolgte durch das Architekturbüro Roefs & Frei, Zug, welches in einem vorgängig durchgeführten Projektwettbewerb obsiegt hat. Der Gestaltungsplan verfolgt das Ziel, ein ortsbauliches und architektonisch vorteilhaftes Bebauungskonzept für unterschiedliche Einkaufs-, Dienstleistungs- und Wohnnutzungen zu sichern. Dabei soll auch der Aspekt "Verkehr" genügend Beachtung finden. Für die Politische Gemeinde ist zudem auch die planerische Sicherung des Dorfplatzes ein zentrales Anliegen. Dieser private Gestaltungsplan wurde aber auch deshalb erforderlich, weil das entworfene Richtprojekt zum Teil mit den Bestimmungen über die Regelbauweise nach Bau- und Zonenordnung BZO und Planungs- und Baugesetz PBG nicht kompatibel ist, insbesondere, was die Dachgestaltung und die Gebäudehöhen betrifft. Der Gestaltungsplan stellt ein sinnvolles Instrument dar, um Abweichungen von der geltenden Bauordnung zu erlauben, dort wo es sinnvoll erscheint und zur positiven Entwicklung des Langnauer Ortsbildes beiträgt.



Juni 2004 / Bericht des Sihltalers, Susanne Karrer, vom 26. Juni 2004 über die Informationsveranstaltung vom 23. Juni 2004

Lob und Kritik für neuen Dorfkern Langnau: Der Gemeinderat informierte über die Zent-rumspläne, die im Publikum viele Fragen offen liessen.

Engagiert und aufmerksam verfolgten im Schwerzi-Saal gut 150 Langnauerinnen und Langnauer, was der Gemeinderat gemäss Gestaltungsplan für die Kernzone vorschlägt – und quittierten dessen Visionen am Mittwochabend mit konstruktiver Kritik.

«Danke, dass Sie trotz EM gekommen sind», begrüsste Gemeindepräsident Thomas Oetiker die gut 150 Langnauerinnen und Langnauer, die sich am vergangenen Mittwochabend im Schwerzi-Saal einfanden, um sich darüber zu informieren, wie gemäss Willen des Gemeinderates sich der Dorfkern weiter entwickeln soll.

Viel Freiraum für grosse Pläne

Was die Zuhörer an diesem Abend am brennendsten interessierte, war, was sich zurzeit in Sachen Gestaltungsplan zum Dorfkern tut. Attraktiv umgestalten möchte der Gemeinderat ein verhältnismässig grosses Zentrumsgebiet, das bereits heute als eigentlicher Dorfkern zu bezeichnen ist. Dieses reicht von den Gebäuden der Zürcher Kantonalbank und des Coops über die drei Gewächshäuser und das Verkaufsgebäude des Gartencenters Bacher bis zur Parkanlage an der Ecke Höflistrasse und Neue Dorfstrasse. Dieses in der Kernzone gelegene und verhältnismässig grosse Gebiet architektonisch neu zu gestalten, ist deshalb möglich geworden, weil sich Bruno Bacher, der Eigentümer des Gartencenters und hoher Anteile des betroffenen Baulandes ist, dazu entschlossen hat, sein Geschäft aus der Region Langnau auszusiedeln. Definitive Zusagen für das neue Gebiet fehlen allerdings noch. Und daher rechne er damit, frühestens Anfang 2006 umziehen zu können, schränkt Bruno Bacher ein.

Verkehr, Einkauf und Dorfplatz

Peter Frei erläuterte ausführlich den aktuellen Stand der Dorfkernplanung. Peter Frei ge-hört zum Team der Architekten AG Roefs & Frei aus Zug, die im Juni 2003 den Planungs-wettbewerb für sich entschieden. Thomas Oetiker hatte zuvor die drei zentralen Punkte aufgezählt, die eine wichtige Rolle in der Frage spielen, wie diese Zone umzugestalten sei. Und das sind: Lösen der negativen Folgen des motorisierten Strassenverkehrs in die-ser Zone, Schaffen eines attraktiven und sicheren Einkaufsbereichs sowie Verwirklichen des von den Bewohnern geforderten Dorfplatzes.

Einkaufen und wohnen im Dorfkern

Das Architekturbüro Roefs & Frei hat versucht, einerseits diesen drei Aspekten, ander-seits den dörflichen Besonderheiten von Langnau zu entsprechen. So sehen die Architekten vor, dass der Coop mit einer von rund 650 auf gut 1000 Quadratmeter ausgedehnten Verkaufsfläche ungefähr in das Gebiet des heutigen Bacher-Verkaufsgebäudes wechselt. Und wo jetzt die drei Gewächshäuser des Gartencenters stehen, sollen sechs Wohnhäuser gebaut werden, wobei die Architekten das natürliche Gefälle des Geländes berücksichtigen und zwei Plateaus beibehalten wollen. Der Dorfkern bleibt wie bis anhin im Bereich des heutigen Zubringers zu Coop und Bacher – aber ausgebaut und auf allen Seiten gesäumt von neuen Ladenlokalen. Der Dorfplatz selbst entsteht auf dem der Gemeinde gehörenden Gebiet der Parkanlage und umfasst auch den vorderen Teil der Höflistrasse, die in Zukunft der Gemeinderat für grössere Veranstaltungen sperren könnte.

Kritische Fragen und Vorschläge

Die Architekten schlagen vor, das Haus, in dem das Brillengeschäft Haas untergebracht ist, abzureissen und leicht von der Hauptstrasse versetzt wieder aufzubauen. Weshalb dieses Gebäude erneut so nahe an der Hauptstrasse zu stehen kommen solle, stiess bei einigen Langnauern auf Unverständnis. Peter Frei begründete dies damit, dass in die Strasse hineinragende Häuser zum typischen Dorfbild von Langnau gehörten und zudem die Autolenker davon abhielten, allzu rasant zu fahren – was ja auf allzu übersichtlichen Strassen oft der Fall sei. Und dennoch entschärfe sich die für Fussgänger manchmal ge-fährliche Situation auf allzu schmalen Trottoirs an der Hausecke dadurch, dass gemäss Plänen das betreffende Haus etwas nach hinten rücke. Kritik aus den Reihen des Publikums ernteten auch die vorgeschlagenen Verkehrs- und Parklösungen. Der Lieferzubringer für den Coop und die Einfahrt zu den Tiefgaragen für Kunden und Anwohner münden gemäss Plänen in die Höflistrasse. Dies werde sicher dazu führen, dass der Verkehr auf der Höflistrasse zunehme und somit die Anwohner mehr belaste. Weiter steige dadurch auch die Unfallgefahr für die Schulkinder, warf ein Langnauer ein. Sorge bereitete auch die Frage, ob der Dorfkern ohne das Gartencenter Bacher seine Anziehungskraft behalte, ob der Dorfplatz tatsächlich für Anlässe wie Konzerte, Theater und Chilbi genutzt werde und wie machbar die Idee sei, in entsprechenden Fällen die Höflistrasse komplett zu sperren. Diese und andere Fragen und Kritiken werden noch zu klären sein, bevor das Projekt voraussichtlich im Dezember an die Gemeindeversammlung gelangt.

Quelle: Sihltaler, Ausgabe vom 26. Juni 2004




Mai 2004 / Gestaltungsplan Dorfzentrum



Zum Ablauf des Gestaltungsplan-Verfahrens

Vom 14. Mai bis zum 13. Juli 2004 besteht eine öffentliche Auflage im Bauamt Langnau und damit die Möglichkeit, den Gestaltungsplan einzusehen und bei Bedarf Einwendungen anzubringen. Parallel dazu läuft die Vorprüfung des Gestaltungsplanes durch den Kanton sowie die Anhörung von Nachbargemeinden und der Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg.
Danach werden die Einwendungen behandelt und in einem Bericht erläutert. Anschliessend wird die Vorlage für die Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2004 ausgearbeitet.

Das Dorfzentrum Langnau verändert sich

Seit mehreren Jahren beschäftigen die baulichen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen im Dorfzentrum Langnau Politik und Öffentlichkeit. An verschiedenen Veranstaltungen hat die Bevölkerung durch ihre aktive Beteiligung gezeigt, dass ihr die Gestaltung des Dorfzentrums sehr wichtig ist. Anlass dazu ist der Entschluss der Firma Bacher Garten-Center, welche seit vielen Jahren im Zentrum von Langnau ansässig ist, sich für die Produktion und den Verkauf an einem neuen Standort in der Region niederzulassen. Damit wird ihr Areal im Dorfzentrum für neue und besser geeignete Nutzungen frei. In einem kooperativen Planungsprozess zwischen der Firma Bacher & Co. und der Gemeinde Langnau wurden in den letzten Monaten konkrete Schritte erarbeitet. Ein Ideenwettbewerb im letzten Jahr zeigte auf, welche Überbauungsmöglichkeiten das zentral gelegene Areal bietet. Der Siegervorschlag von Roefs & Frei Architekten AG, Zug, sieht, in Ergänzung zu den bestehenden Gebäuden an der neuen Dorfstrasse, sechs zusätzliche Gebäude mit Wohnungen vor. Das Coop-Geschäft wird gegen die Höflistrasse hin verschoben und ein Vorplatz vor den Ladengeschäften sowie ein Dorfplatz wird festgelegt. Damit lassen sich die verschiedenen Ansprüche von Wohnen, Einkauf und Begegnung im Dorfzentrum Langnau zukunftsorientiert verwirklichen.

Ein Gestaltungsplan ermöglicht eine angepasste Lösung

Da das Areal gemäss gültiger Bau- und Zonenordnung in verschiedenen Bauzonen liegt, die Erschliessung des Areals nicht umfassend geregelt ist und kaum gestalterische Anforderungen an ein künftiges Bauprojekt gestellt werden können, wird mit einem Gestaltungsplan eine planerische Lösung angestrebt. Mit diesem Instrument können spezifische, der Situation angepasste Bauvorschriften erlassen werden (Gestaltung der Dächer, Eingehen auf die Hanglage, Festlegung von Baugrössen, Sicherung von Durchblicken, Regelung der Erschliessung u.a.). Ein Gestaltungsplan besteht aus einem Situationsplan, Vorschriften und einem erläuternden Bericht. Der Gestaltungsplan Dorfzentrum Langnau orientiert sich am Referenzprojekt von Roefs & Frei und regelt die Neugestaltung eines öffentlichen Bereiches im vorderen Teil (Dorfplatz, Einkaufen und Dienstleistungen mit einem Vorplatz) sowie eines privaten Wohnbereiches im hinteren Teil. Darin werden die Baubereiche, Grenzabstände, Höhen, Nutzungsflächen, Dachformen sowie die Fassadengestaltung (Balkone u.a.) geregelt. Für die Erschliessung über die Höflistrasse sind öffentliche Parkplätze auf dem Dorfplatz und in einer Tiefgarage sowie für den privaten Bereich in einer separaten Tiefgarage vorgesehen. Weiter sind die Fusswegverbindungen bestimmt und die Anlieferungswege für das Gewerbe.

Eine Chance für Langnau

Der Gemeinderat sieht im vorliegenden Resultat der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Privaten und der Gemeinde eine grosse Chance für eine zukunftsfähige Entwicklung im Dorfzentrum Langnau. Damit wird im Dorf die Möglichkeit geschaffen für einen Ort der Begegnung mit Einkaufsmöglichkeiten sowie einem Angebot von mittelständischen Wohnungen. Mit Ausnahme des Dorfplatzes werden die geplanten Bauvorhaben durch Private realisiert. Über den vorgesehenen Dorfplatz wird zu einem späteren Zeitpunkt an einer Gemeindeversammlung befunden werden müssen. Der Gemeinderat ruft die Bevölkerung auf, sich mit diesem für Langnau wichtigen Geschäft im Rahmen der öffentlichen Auflage auseinanderzusetzen. Seit Mitte Mai liegt der Gestaltungsplan im Bauamt Langnau zur Einsicht auf und am 23. Juni, 19.30 Uhr findet im Schwerzisaal eine öffentliche Orientierung statt. Es ist anschliessend geplant, den Gestaltungsplan Dorfzentrum an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2004 zur Abstimmung vorzulegen.



August 2003 / Weiterbearbeitung nach Wettbewerb

Die Jurierung des Wettbewerbs fand am 3. Juni 2003 statt. Dass bis heute Funkstille herrschte, heisst nicht, dass das Projekt inzwischen versandet wäre. Im Gegenteil: die Resultate des Wettbewerbes haben wichtige Erkenntnisse für die Weiterbearbeitung des Projekts geliefert. Die nächste Phase steht unter der Federführung von Bruno Bacher, demjenigen privaten Grundeigentümer, der den grössten Anteil der im Planungsperimeter gelegenen Grundstücke besitzt. Die Ergebnisse der Weiterbearbeitung werden voraussichtlich Ende November vorliegen. Zu Beginn des Jahres 2004 wird es dann an der Zeit sein, die bereits seit geraumer Zeit angekündigte Informationsveranstaltung durchzuführen. Das Ziel des Planungsprozesses besteht nach wie vor darin, einen Gestaltungsplan für das Areal Coop - Bacher - Gemeindehaus - Schulhäuser Unterdorf zu erhalten.



Januar 2003 / Wettbewerb/Studienaufträge "Dorfzentrum"

Am runden Tisch sind seit August 2002 im Rahmen verschiedener Zusammenkünfte die Bedürfnisse der durch die Dorfzentrums-planung betroffenen Grundeigentümer erhoben worden. Auf Grund der Grundstückgrössen haben sich als Hauptakteure das Bacher-Gartencenter und die Politische Gemeinde herauskristallisiert, die sich entschlossen haben, bei der Ausarbeitung von Gestaltungsvorschlägen für das Dorfzentrum zusammenzuarbeiten.

Aus einem Wettbewerb auf Einladung soll eine Überbauungsstudie resultieren, die als Grundlage für die Ausarbeitung eines Gestaltungsplans dient. Die drei folgenden Architektenteams werden zur Einreichung einer Studie eingeladen:

  • Herzcog Hubeli Comalini, Zürich (Sieger des Wettbewerbs "Banane"
  • Niels Roefs + Peter Frei, Zug
  • Entrée Architekten und Ingenieure AG, Langnau am Albis.

An einer durch Bruno Bacher organisierten Informationsveranstaltung für Grundstückbesitzer (Anstösser) und Gewerbetreibende vom 23. Januar 2003 ist der Startschuss für den Wettbewerb gefallen. Die Beurteilung und Jurierung der eingereichten Beiträge wird im Juni 2003 erfolgen. Nach der Jurierung ist vorgesehen, eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung durchzuführen. So wird allen Interessierten die Gelegenheit zur Mitwirkung geboten. Anhand der aus dieser Runde gewonnenen Erkenntnisse wird die Planung gegenfalls überarbeitet. Das Siegerteam erhält dann die Gelegenheit, bei der Ausarbeitung des Gestaltungsplanes im gesetzlich definierten Verfahren mitzuwirken. Nach der bei Raumplanungsvorlagen üblichen öffentlichen Auflage wird der Gestaltungsplan im April 2004 einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung unterbreitet.

Für die Gemeinde stehen folgende Anforderungen an das neue Dorfzentrum im Vordergrund:

  • Schaffung eines eigentlichen Dorf- und Begegnungszentrums, das auch bei der Durchfahrt als solches wahrgenommen wird und den dörflichen Charakter Langnaus vorteilhaft unterstreicht
  • zentrales Einkaufen mit möglichst gutem Angebot
  • Lösung der Verkehrsproblematik (Parkplatzsituation, Anlieferung, Fussgängersicherheit etc.) und Einbezug der Neuen Dorfstrasse in die Gestaltung
  • guter Nutzungs-Mix (Wohnen, Gewerbe, Büros, Praxen, Restaurant etc.)
  • Bereitstellen von qualitativ hochwertigem Wohnraum (Ermöglichen von ansprechenden Dachlandschaften, Begrünung etc.)
  • Einbezug der Erweiterung des Schulzentrums "Im Widmer", wobei die Wohnnutzung in die Schulbauten teilweise integriert werden könnte.

Auch wenn die Ausarbeitung der Studienbeiträge wieder eine Phase der "Arbeit im stillen Kämmerlein" mit sich bringt, ist der Gemeinderat dankbar für jeden Input aus der Bevölkerung.


August 2002 / Runder Tisch "Dorfzentrumsplanung"

An der Planungswerkstatt vom 12. Januar 2002 wurde das Bedürfnis nach Schaffung eines Dorfplatzes an der Neuen Dorfstrasse verbunden mit einer guten Lösung der Parkierungsfrage und einer fussgängerfreundlichen Gestaltung der Neuen Dorfstrasse deutlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Planungswerkstatt gaben derjenigen Projektvariante ("cinque terre") den Vorzug, die eine Verdichtung der Ladenstruktur im Zentrum vorsieht. Im Projekt "cinque terre" bildet das Gelände Bacher-Gartencenter/Coop den Mittelpunkt der verdichteten Zentrumszone.

Das Gebiet, das Gegenstand der Zentrumsplanung werden soll, wurde bewusst klein gehalten und kann folgendermassen eingegrenzt werden: Die südliche Begrenzung wird durch die Dorfstrasse, die westliche durch die Vordere Grundstrasse gebildet. Im Norden wird das Gebiet durch die Verbindung Mettlenstrasse-Widmerstrasse begrenzt und findet östlich an der Grenze des Widmer-Areals seinen Abschluss.

Nachdem die Interessen verschiedener Bevölkerungskreise in diversen Workshops und Informationsveranstaltungen erhoben worden sind, galt es nun, die Eigentümer der Grundstücke, auf denen das neue Zentrum entstehen soll, nach ihren Zukunftsperspektiven zu befragen und ihre Mitwirkungsbereitschaft auszuloten. Zu diesem Zweck wurde ein "runder Tisch" ins Leben gerufen, der am 8. August seine erste Sitzung abhielt. In einer ersten Phase klären nun bis Ende Oktober 2002 die verschiedenen Eigentümer ihre Bedürfnisse und Vorstellungen an die vorgesehene Planung intern ab, mit dem Ziel, Anfang 2003 über den genannten Bereich ein Vorprojekt auszuarbeiten zu lassen, wobei noch nicht geklärt ist, ob ein Wettbewerb durchgeführt wird oder ein Direktauftrag erteilt werden soll.

Ein Grossteil der betroffenen Eigentümer signalisierte an der Initialsitzung die Bereitschaft, bei der Entwicklung des Dorfzentrums mitwirken zu wollen.

In einem weiteren Schritt soll dann die Bevölkerung wieder Gelegenheit erhalten, in einer nächsten Diskussionsrunde die erarbeiteten Resultate zu beurteilen. Die Resultate dieser Beratungen sollen dann wiederum in die Arbeit einfliessen und das Vorprojekt überarbeitet werden. Auf dieser Basis wird dann voraussichtlich im Sommer 2003 ein Gestaltungsplan ausgearbeitet.

 
 



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